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Schwimmbad- und Wellness-Magazin.
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Harmonische Komposition

Neue Ideen, neue Herausforderungen: Ein Pool im venetianischen Stil im Dachgeschoss mit Technik im Keller.

Betritt man das Grundstück der Bauherren, so meint man im ersten Moment, sich nicht mehr in einer gehobenen Wohngegend im Rheinland zu befinden, sondern wähnt einen Palazzo in einer nord-italienischen Stadt vor sich. In der Architektur und Größe steht das Gebäude den italienischen Vorbildern in nichts nach. Und im Innern kann das Wohnhaus der Familie noch einige andere Extras vorweisen, die selbst die berühmten Vettern in Italien übertreffen. Das gilt insbesondere für den Schwimmbad- und Wellnessbereich im Dachgeschoss des Hauses.

Auf 450 m² sind hier ein Schwimmbecken mit den Maßen 10 x 4 m mit Überlaufrinne und Auskleidung mit italienischem Feinsteinzeug sowie Applikationen mit Glasmosaik zu finden. Etwas abgetrennt davon wurde ein Wellnessbereich eingerichtet mit Finnischer Sauna, Dampfbad, Tauchbecken, Erlebnisdusche und Ruhebereich. Auch eine Bar fand hier noch Platz. Prunkstück im Raum ist natürlich der 10 x 4 m große Pool, der so positioniert wurde, dass sich der Raum und auch der Pool zum Balkon hin öffnen. Durch den Höhenversatz ragt das Becken in den Raum hinein, und so können die Schwimmer auch vom Beckenrand aus den Blick hinaus in den Garten genießen.

Pool

Mitten in die großzügige Einstiegstreppe hinein wurde podestartig erhöht ein Whirlpool, Marke RivieraPool, eingebaut, der den erhabenen Charakter dieser Schwimmbadanlage unterstreicht. Der Whirlpool ist mit dem gleichen Glasmosaik ausgekleidet, das auch im Becken zu finden ist. Die dadurch zweigeteilte Treppenanlage wirkt aber nicht durchschnitten, sondern bildet zusammen mit dem Whirlpool-Podest ein in sich geschlossenes, beeindruckendes Ensemble.

Whirlpool Der Whirlpool ist podestartig in die Treppenanlage integriert.

Passend dazu ist das Glasdach ausgebildet, dass sich auf Knopfdruck zurückfahren lässt und im Sommer der Anlage den Charakter eines Freibades gibt. Um ein Schwimmbad ins dritte Stockwerk eines Wohnhauses zu platzieren, war eine Reihe von Baumaßnahmen notwendig, um die Anlage zu den unteren Wohnräumen vollständig abzuschotten. Zum einen erhielt das Betonbecken eine mehrlagige Abdichtung nach dem Steuler-Q7-System, wie Steuler-Projektleiter Joachim P. Ostrowski erläutert: „Das Q7-System stellt die Primärabdichtung dar, die den Beckenkörper sicher abdichtet und schützt.“ Gleichzeitig ist sie die Grundlage, auf die dann die Fliesenauskleidung aufgebracht werden kann. Um ganz sicher zu gehen, dass die darunter liegende Etage vor Feuchteschäden geschützt ist, wurde außerdem noch eine Bitumenschweißbahn als Zwischenabdichtung eingezogen.

Schwimmhalle mit Whirlpool

Als Überlaufrinne wählten die Techniker eine Finnische Rinne, deren leichte Anlaufschräge für eine Beruhigung der Wellen sorgt. Der Pool ist mit Scheinwerfern, Gegenstromanlage und einer Massagestation ausgestattet. Vor allem aus therapeutischen Gründen hat sich der Bauherr das Schwimmbad gebaut. Schwimmen und die Wassermassage, dazu auch eine voluminöse Haltestange aus Edelstahl, die der Bauherr sich machen ließ, um hier seine Fitnessübungen machen zu können: Dies vor allem waren die Motivationen, die den Bauherrn zum Bau des Pools veranlasst haben. Genauso aufwendig wie der Beckenbau musste auch die Schwimmbadtechnik konzipiert werden, die nicht auf der gleichen Etage wie der Pool, sondern im Keller des Hauses platziert wurde.

Die komplette Ospa-Technik mit Schwallwasserbehälter, Filteranlage, Chlorozongerät und Schaltschrank ist hier unten untergebracht. Nur die Whirlpooltechnik und die Pumpen für die Wasserattraktionen befinden sich im Umgang des Beckens. Die Ospa-Steuerung BlueControl dagegen ist in der Schwimmhalle untergebracht und für die Bauherren bequem zu bedienen. Das heißt allerdings von der Anlagenseite her, das Wasser fließt von der Überlaufrinne vier Etagen tief hinab in den Schwallwasserbehälter, wird aufbereitet und dann wieder hoch ins Schwimmbecken gepumpt.

Um diese Anlagentechnik realisieren zu können, erläutert Jens Petersen von der bsw-Schwimmbadbaufirma SSF in Meerbusch, waren auch an die Schwimmbadtechnik besondere Anforderungen zu stellen. So ist der Filterkessel aus Edelstahl gefertigt, um dem hohen statischen Druck standhalten zu können. Auch die Pumpen mussten entsprechend ausgelegt werden.

Des Weiteren waren Schallschutzmaßnahmen wichtig, um im Haus keine Fließ- und Gurgelgeräusche auftreten zu lassen. Eine Etage unter dem Schwimmbad befindet sich nämlich das Klavierzimmer der Kinder. Rolf Petersen erläutert: „Wegen der Höhenunterschiede waren hohe Anforderungen an den Schallschutz zu stellen. Wir haben deswegen das Becken komplett vom Baukörper entkoppelt. Außerdem wurden die Rohrkanäle abgekapselt, so dass im übrigen Haus nichts vom Schwimmbad zu hören ist.“ Neben der Schwimmbadtechnik lieferte SSF alle Edelstahlteile für den Pool und war auch für die Montage der Menerga-Lüftungstechnik verantwortlich.

schimmhalle

„Eine stimmige Anlage“, meint Joachim P. Ostrowski abschließend. Nicht mit einer übermäßigen Gestaltung protzend, aber edel und elegant in der Architektur. Rund fünf Monate dauerten die Arbeiten an der Schwimmbad- und Wellnessanlage. Was die Gestaltung der Schwimmhalle betrifft, so plant die Bauherrin, die selbst Künstlerin ist, die Wände noch mit einigen Kunstwerken auszugestalten. Und dann ist das Kunstwerk rund.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 45 des pool Magazins erschienen.

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