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Schwimmbad- und Wellness-Magazin.
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Zeitlos schöner Pool

Sein Alter von fast 40 Jahren sieht man diesem Schwimmbad nicht an. Dank einer erfolgreichen Sanierung strahlte es wieder wie am ersten Tag.

Besucher sind immer wieder erstaunt, wenn der Bauherr die Historie seiner Schwimmhalle erzählt. Was man bei einer Besichtigung kaum glauben mag: Die Anlage wurde im Jahre 1971 gebaut. Sie ist also heute fast 40 Jahre alt. Von den vier Jahrzehnten ist nichts zu erkennen.

Die Schwimmhalle präsentiert sich modern und freundlich – ganz im Stil der heutigen Zeit. Der Vater des Bauherrn hatte damals das Haus erbaut. Und von Beginn an war in einem Flügel des U-förmig angelegten Wohngebäudes eine Schwimmhalle integriert. Bemerkenswert: Schon damals hatten die Erbauer großen Wert auf viel Tageslicht gelegt.

So handelt es sich nicht um ein Unterflurkellerbad, wie sie in den 70er-Jahren vielfach gebaut wurden. Die Schiebetüren lassen sich öffnen und erlauben den Austritt auf die Terrasse, die die beiden Gebäudeflügel miteinander verbindet. Bereits damals war die Schwimmhalle schon ein selbstverständlicher Teil des Wohnens.

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Ein neuer Zeitabschnitt folgte in den Jahren 1998/99, als der Bauherr das Gebäude sanieren, umbauen und auch die Schwimmhalle modernisieren ließ. So wurde beispielsweise die dunkle Holzvertäfelung entfernt und durch einen hellen Anstrich ersetzt. Das Becken erhielt eine Einstiegstreppe, eine Gegenstromanlage und eine neue Fliesenauskleidung.

„Nach ein paar Jahren mussten wir feststellen“, erzählte der Bauherr, „dass Fliesen schadhaft geworden waren und abplatzten.“ Ein Gutachter konnte leider keine gute Botschaft verkünden: Die Fliesen waren falsch verlegt worden, es hatten sich Wassertaschen gebildet, die dabei waren, nach und nach den ganzen Beton zu beschädigen. Fazit: Eine Sanierung des Beckens wurde unausweichlich.

Bekannte hatten ihm die bsw-Mitgliedsfirma Steuler Industrieller Korrosionsschutz empfohlen, die mit ihrem Steuler-Q7-Abdichtungssystem schon zahlreiche Schwimmbäder erfolgreich saniert hat. Joachim P. Ostrowski, Leiter Schwimmbadbau bei Steuler, besichtigte die Poolanlage und entwickelte ein Sanierungskonzept. „Der Grundriss des Schwimmbeckens einschließlich Einstiegstreppe“, erläutert er, „ist gleich geblieben. Allerdings wurde die alte Beckenauskleidung bis zum Rohbau entfernt und der Untergrund neu profiliert.“

Schwimmbad Treppe Die erste Stufe der Treppe hat eine Naturstein-Abdeckung.

Die Grundform der Treppe wurde vom Original übernommen, einschließlich der Naturstein-Abdeckung der ersten Stufe. Die Metallleitungen im Boden wiederum wurden herausgerissen und durch Kunststoffleitungen ersetzt. Anschließend verlegten die Steuler-techniker das Steuler-Q7-System, eine Abdichtung aus sieben Schichten, die den Poolkörper dauerhaft schützt. Auf diesem Untergrund konnte das Becken neu verfliest werden. Die vorhandenen Unterwasserfenster erhielten neue Blenden.

„Die Bauherrin hatte sich zuerst großformatige Fliesen in der Größe 0,50 m x 1,00 m gewünscht“, erinnert sich Joachim P. Ostrowski. „Wir haben aber davon abgeraten, weil sich solche Großfliesen nicht oder nur schwer hohlraum- und lunkerfrei im Schwimmbecken verlegen lassen.“ So einigte man sich auf Buchtalfliesen im Format 25 cm x 50 cm.

Das Becken wurde außerdem mit neuen Einbauteilen und Wasserattraktionen ausgerüstet. Die alte BADU-Jet-Gegenstromanlage von Speck Pumpen wurde nun gegen eine BADU-Jetanlage mit Kunststoffgehäuse aus­getauscht. Außerdem wurden in den Pool eine Bodensprudelanlage und farbige LED-Scheinwerfer aus dem Hause Hugo Lahme ein­gebaut.

Bei der Überlaufrinne ließ sich der Bauherr etwas ganz Besonderes einfallen. „Die üblichen Überlaufrinnen mit den Rosten gefielen uns nicht“, erzählt er. So kam man auf eine andere Lösung: Die Fliesen wurden in die Rinne integriert und ein Gitterrost 2 cm über dem Boden verlegt. Anschließend wurde die Rinne mit großen Kieselsteinen gefüllt.

Um diese Rinnenform herzustellen, erklärt Joachim P. Ostrowski, musste der Beckenkopf neu profiliert werden: „Vorhanden war eine Beckenkopfaussparung für eine Wiesbadener Rinne. In diesem Fall mussten wir auf unser Industrie­repertoire zurückgreifen und säurefeste Normalsteine nehmen, um daraus eine Finnische Rinne zu konstruieren.“

Neben der Optik erfüllt diese Rinnenlösung noch einen anderen praktischen Nutzen: Überlauf- und Gurgelgeräusche sind jetzt nicht mehr zu hören. Auch der Technikraum im Keller wurde wieder hergerichtet. Zum Einsatz kommen zwei Filteranlagen BADU-Star aus dem Hause Speck Pumpen, außerdem ein Salzwasser-Chlorungsgerät, das im Becken einen konstanten Salzgehalt von 0,6 Pro­zent aufrechterhält. Das Gerät setzt der Bauherr bereits erfolgreich in seinem Haus in Südafrika ein.

„Die Frauen lieben das angenehme salzhaltige Wasser“, erläutert er. Als Dosiergerät kommt nur noch eine ph-Dosieranlage zum Einsatz. Zur Ausstattung gehören auch ein UV-Gerät, um den Chloreinsatz möglichst niedrig zu halten, und ein Wärmetauscher aus Titan mit angeschlossener Speck-Pumpe. So konnte mit wenigen chirurgischen Eingriffen das Becken wieder in einen Topzustand versetzt werden.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 49 des pool Magazins erschienen.

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Kommentare (2)

  1. Hallo,

    um welches Haus handelt es sich in diesem Artikel. Uns gefällt nämlich die Überlaufrinne und würden gerne wissen wie die Gäste, insbesondere die Kinder darauf reagieren.

    Danke für die Rückmeldung

    • Lieber Hans,

      in diesem Artikel handelt es sich um ein privates Projekt und wir haben keine weiteren Möglichkeiten die Bauherren zu kontaktieren. Die Überlaufrinne ist wirklich schön und speziell. Die Kinder hätten da bestimmt mehr Spaß als deren Eltern. Für eine Familie mit Kleinkindern halte ich diese Ausführung für ungeeignet.

      Viele Grüße,
      Evelina Kober

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