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Schwimmbad- und Wellness-Magazin.
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Preiswerte Freibad-Modernisierung

Mit nur wenigen Maßnahmen wurde aus einem alten Betonbecken ein schillerndes Pooljuwel gemacht.

Mehr als 20 Jahre hatte das Betonbecken schon auf dem Buckel. Und die Ausstattung war dürftig: Folienauskleidung, Skimmer, zwei Einlaufdüsen – das war’s.

Im Zuge einer generellen Hausrenovierung sollte deshalb auch das Becken im Garten aufgepeppt werden. Aber da das Budget durch die Erneuerung des Wohnhauses bereits strapaziert war, durfte der Pool-Update kein zu großes Loch in die Kasse reißen.

Nach der Sanierung Nachher: Damit die Kosten im Rahmen blieben, wurde der alte Beckenkörper wieder verwendet.
Der bsw-Schwimmbadbauer Bernd Henne, der den Auftrag für dieses Projekt bekam, fand eine Möglichkeit, die die Forderung nach einer kostengünstigen Lösung erfüllte.

„Statt ein komplett neues Becken zu bauen, sollte stattdessen das Freibad instand gesetzt und mit einer breiten Eingangstreppe versehen werden, in die gleichzeitig einige Attraktionen integriert sind“, erläutert Henne. Diese Idee fand die Zustimmung des Bauherrn, und der Auftrag wurde erteilt.

Vor der Sanierung Vorher

Damit die Treppe auf der Stirnseite zum Haus hin eingebaut werden konnte, musste das Becken um deren Größe verkleinert werden.

Auf der gegenüberliegenden Seite fand ein unterirdischer Rollladen Platz. Dafür wurde die bislang schräge Wand ausgeputzt und eine Aussparung geschaffen, in die jetzt der Rollladen eingelagert ist, der auf Knopfdruck ausfährt.

Die Baumaßnahmen hielten sich auch deshalb in Grenzen, weil viele Einbauten bereits platzsparend hinter der Treppe verborgen sind.

Badevergnügen

So konnte auf die alte Beckenhydraulik vollständig verzichtet werden. Der Skimmer ist in der Treppe integriert, und auf der gegenüberliegenden Seite wurden mittels Kernbohrungen neue Einlaufdüsen gesetzt, so dass jetzt eine gut funktionierende horizontale Durchströmung vorhanden ist. Dazu musste das Becken nur an der hinteren Stirnseite freigelegt werden.

Außerdem war für den Antrieb des Rollladens ein Motorschacht notwendig. Dieser Schacht dient gleichzeitig zur Anbindung der Einlaufdüsen an das vorhandene Rohrleitungssystem. Es konnte wieder verwendet werden, da schon damals Kunststoffrohre eingebaut wurden.

Damit waren die baulichen Veränderungen erledigt, und die Beckenwände konnten mit einer neuen wasserdicht an die Treppe angeschweißten Abdichtungsbahn ausgekleidet werden.

Schwimmbad Außen Mit nur wenigen Maßnahmen wurde aus dem alten Becken ein Pooljuwel.

Dabei wurden die seitlichen Wandteile des Beckens so geschickt mit der Treppe verbunden, dass ein nahtloser Übergang entsteht, der nicht erkennen lässt, dass es sich um unterschiedliche Materialien handelt.

„Hier ist eine interessante Kombination von einem modernen Treppenelement mit einem Folienbecken geschaffen worden, ohne dass dies allzu sehr auffällt“, kommentiert Bernd Henne das Ergebnis.

Die Treppe ist das neue Highlight des Pools. Sie ist Teil des sopra-Pool-Programms, kann aber auch einzeln in bestehende Becken eingesetzt werden, beispielsweise bei Sanierungen. Ihr herausragendes Merkmal ist eine große Sitz-/Liege-Stufe, in die eine Gegenstromanlage sowie mehrere Massage- und Luftsprudeldüsen eingebaut sind. Der Skimmer und ein Scheinwerfer sind ebenfalls integriert.

Durch die Art der Treppenkonstruktion entstand zwischen der freitragenden Treppe und der alten Beckenwand ein Hohlraum, der für die Aufnahme der Technik gut geeignet ist. Der Jetstream-Motor und die Massagepumpe wurden hier untergebracht. Der Sandfilter, der erst vor wenigen Jahren erneuert worden war, konnte weiter in Betrieb bleiben.

Der Solar-Rollladen schützt nicht nur vor Verschmutzung, sondern liefert auch noch Wärme.

Die Wasserpflege erledigt der Bauherr von Hand. Er verwendet hierfür Aktivsauerstoff und erzielt damit gute Resultate. „Mit der Wasserqualität ist der Bauherr sehr zufrieden“, betont Bernd Henne.

Für angenehm warme Wassertemperaturen sorgt der Solar-Rollladen. Die Wärme, die er produziert, reicht während der Sommermonate völlig aus. Und für die Übergangszeit im Frühjahr und Herbst ist das Becken an die Hausheizung angeschlossen.

Attraktive Granitplatten rahmen den Pool ein. Von dem alten, wenig attraktiven Betonbecken ist jetzt nichts mehr zu erkennen, obwohl es sich um den gleichen Beckenkörper handelt.

Dusche Die Dusche ist ein Entwurf der Bauherren.Die Wände bestehen aus dem gleichen Granit wie die Einfassung des Beckens.

So wurde mit nur wenigen Maßnahmen ein völlig neues Badeerlebnis geschaffen. Als kleines Schmankerl gönnten sich die Bauherren außerdem noch eine Außendusche, die sie selbst entworfen haben. Sie wird von Natursteinplatten eingefasst – aus dem gleichen Granit übrigens wie bei der Beckenumrandung.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 36 des pool Magazins erschienen.

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Kommentare (4)

  1. Excellenter Artikel,
    stehe vor ähnlichem Problem,
    obgleich ich nicht an diese technischen Feinheiten gedacht habe.
    Glückwunsch.
    Vielleicht kann ich an solch kreativen Poolbauen teilhaben, was vermutlich eine Frage des Ortes ist.
    Wir sitzen in Düsseldorf.

  2. Sehr geehrte Damen und Herren! Gibt es von den BSW-Fachbetrieben auch eine Vertretung für Österreich?

    mfg
    Monika Nitsch

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