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Schwimmbad- und Wellness-Magazin.
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Preiswert abtauchen

Die eigene Schwimmhalle für unter 80.000 Euro – wer beim Bau selber mithilft, kann preiswert abtauchen. Pool zeigt wie es gehen kann.

Badevergnügen auf kleinem Raum Badevergnügen auf kleinem Raum: 6 x 3 m Schwimmfläche genügen der Familie

Schon die Eltern hatten sich vor Jahren ein Freibad bauen lassen. Deshalb war den Bauherrn ein eigenes Schwimmbad eine vertraute Sache.

Als Anfang der 90er Jahre das Haus gebaut wurde, erinnert sich die Bauherrin, war deshalb auch schon klar, dass man eines Tages auch ein Hallenbad dazu bauen würde. Nicht sofort, denn der Hausbau stand zunächst im Vordergrund und kostete viel Geld. Doch der Raum im Untergeschoss mit dem Betonbecken wurde fürs Hallenbad bereits vorbereitet.

Zehn Jahre später, mittlerweile sind vier Kinder in der Familie, wurde der ursprüngliche Gedanke wieder aufgegriffen. Der Raum war in der Zwischenzeit als Keller genutzt worden.

„Wir haben gesagt, wir müssen es jetzt machen“, erzählt die Bauherrin. „Wenn die Kinder einmal aus dem Haus sind, fangen wir auch nicht mehr an.“

Also begann das Ehepaar wieder mit der Planung des Hallenbades, Fachmagazine wurden gelesen und mit anderen Poolbesitzern gesprochen. Schon das Freibad der Eltern hatte die Firma SHS Schmierer in Stuttgart gebaut, und auch jetzt erhielt das Schmierer-Team den Zuschlag.

In den Vorgesprächen wurden die verschiedenen Detailfragen diskutiert: Wärmedämmung und Dampfsperre, Lüftung und Entfeuchtung, Beckenauskleidung etc.

Die Bauherrn entschieden sich auf Anraten des Schwimmbadbauers für eine ISO-Wärmedämmung mit integrierter Dampfsperre und eine Entfeuchtungsanlage mit Außenluft-Anschluss.

„Wir brauchen praktisch nicht zu lüften“, erklärt die Bauherrin, „trotzdem wirkt die Luft immer angenehm frisch.“ Allerdings wurde die Leistung der Entfeuchtungsanlage etwas heruntergedreht, um die Geräusche zu verringern.

Eine Abdeckung trägt ebenfalls dazu bei, dass die Luft im Raum nicht als schwül empfunden wird.

Was das Becken selbst betrifft, so ist es den Platzverhältnissen entsprechend klein gehalten. 6 x 3 x 1,25 m genügen, um den Kindern den Badespaß zu ermöglichen, und auch für die Erwachsenen reicht es aus, um ein paar Schwimmzüge zu machen und sich zu entspannen.

Der Betonkörper war bereits erstellt, Öffnungen für Skimmer, Wasserzu- und Bodenablauf waren eigentlich bereits vorhanden.

Einstiegstreppe Die kleine Einstiegstreppe war bereits bei der Planung vorgesehen.

So mussten nur noch die Bohrungen für die Lüftung und für das Filtersystem gemacht werden. Allerdings sollte noch eine Isolierung und die Fußbodenheizung eingebaut werden.

Entsprechend wurde das Beckenniveau um etwa 20 cm höher gelegt. Die Folge: Die alten Bohrungen passten nicht mehr und mussten neu gemacht werden.

Der Raum ist dadurch entsprechend niedriger geworden. Eine Lackspanndecke mit Halogenspots hebt den Effekt allerdings auf. Auch die Lichtschächte sind mit Strahlern ausgeleuchtet, was gerade am Abend zusätzliche Atmosphäre in den Raum bringt.

Wellness-Bereich

Die bereits vorhandene Einstiegstreppe wurde um eine Stufe erhöht und die Sauna auf ein Podest gestellt.

Es war für Klafs kein Problem, die Kabine der speziellen Einbausituation anzupassen. Dank des Unterbankofens ist auch genügend Platz in der Kabine.

Mit einem Halogenscheinwerfer wird zusätzliches Licht in diesen Bereich der Halle gebracht.

Der Philosophie der Familie entsprechend wurde soviel wie möglich selbst gemacht. Dank eines Cousins, der Maurer von Beruf ist, konnten alle Beton- und Maurerarbeiten und sogar die Beckenumrandung in Eigenleistung gemacht werden. Auch beim Anbringen der Wärmedämmung half die Familie mit.

Im Januar 2003 begannen die Maurerarbeiten, sechs Wochen später konnte der ortsansässige Elektriker mit seiner Arbeit beginnen. Danach wurde die Klimaanlage installiert.

Im Juni, zur Geburtstagsfeier der Bauherrin, sollte erster Badetag sein, was auch nach etwas Bangen klappte, da sich der Fliesenleger sehr beeilte.

Als Abschluss des Beckens wurden ringsherum die Fliesen verlegt. Das Becken ist an die vorhandene Hausheizung angeschlossen, die damals bereits auf den zusätzlichen Bedarf ausgelegt wurde.

Die Wandgestaltung machte erst etwas Kopfzerbrechen. Sie ist dann bewusst nicht auf klassische Art gestaltet oder bemalt worden.

Stattdessen wurde die Idee des Nachbarn aufgegriffen und ein Computer sowie ein Beamer in die Schwimmhalle installiert, so dass die Familie Filme, Urlaubsbilder oder auch nur Musik genießen kann.

Lackspanndecke Das Gefühl der Enge kommt wegen der Lackspanndecke nicht auf.

„Es ist unser zweites Wohnzimmer“, stellt die Bauherrin fest. „Puristische Eleganz entsprechend dem Charakter des Hauses. Die Kinder sind jeden Tag im Bad, und auch wir halten uns so oft wie möglich darin auf.“

Mit den Betriebskosten ist die Familie zufrieden. Nach einer ersten Aufheizphase und anfänglichen Justierungen haben sich die Heizkosten auf den gewünschten Wert von unter 100 Euro pro Monat eingependelt. Rechnet man noch Wasserverbrauch und Chemie hinzu, kommt die Familie auf etwa 125 Euro durchschnittlich pro Monat.

Das Gleiche gilt für die Baukosten: Dank der vielen Eigenleistungen blieben die Gesamtkosten, wenn man beide Bauphasen addiert, unter 80.000 Euro. Für eine vollwertige Schwimmhalle ein konkurrenzlos niedriger Wert.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 36 des pool Magazins erschienen.

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