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Schwimmbad- und Wellness-Magazin.
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Ein vollkommen neues Wohngefühl

Eine Schwimmhalle als zentraler Mittelpunkt eines Wohnhauses? Das mussten wir uns genauer anschauen!

Oft ist der Spruch „Das Schwimmbad steht im Mittelpunkt“ nur eine Floskel. Bei dieser Schwimmhalle aber nicht. Welche Bedeutung der Pool im Wohnumfeld des Bauherrn hat, wird beim Betreten des Hauses sofort deutlich: Bereits im Eingangsbereich fällt der Blick dank einer großen Glasscheibe in die angrenzende Schwimmhalle.

Nicht nur die Schwimmbadanlage selbst, auch das ganze Gebäude ist im typischen modernen Architekturstil gehalten, das heißt in einem klaren, puristischen Design ohne Schnörkel.

Schwimmbad Hallenbad

Viele Glasscheiben erzeugen die gewünschte Transparenz. Auserwählte Materialien kamen zum Einsatz, die bewusst ge­wählt sind und den Stil des Hauses prägen. Schon in den ersten Sekunden wird dem Besucher bewusst: Die Schwimmhalle ist in­tegrativer Teil des Wohnbereichs und auch optisch präsent. Auch die übrigen Räumlichkeiten sind in dem gleichen klaren, schnörkellosen Stil gehalten.

Das Treppenhaus hat Loftcharakter, und die verschiedenen Ebenen des Wohnhauses sind nicht gegeneinander abgeschlossen, sondern offen gehalten und optisch miteinander verbunden. Vor der 6 m x 3 m großen Glasscheibe, welche die Schwimmhalle vom Eingangsbereich trennt, wurden eine große Skulptur, die ein Seepferd symbolisiert, und eine in Wellenform gehaltene Sitzbank platziert, die sofort deutlich machen, dass da­hin­ter Neptuns Reich beginnt. Die Schwimmhalle betritt man durch eine daneben­liegende Tür.

Schwimmhalle

Auch in einem zweiten Punkt wird die Bedeutung der Schwimmhalle im Wohnumfeld deutlich: denn dieser Bereich wurde etwa zur Hälfte aus dem Baukörper herausgezogen, sodass sich vom Schwimmbecken aus, auch wegen der Hanglage des Grundstücks und des hohen Wasserspiegels, ein herrlicher Ausblick in die Landschaft eröffnet. Das Becken schließt direkt an die Außenmauer an. Dadurch verstärkt sich für die Schwimmer das Gefühl, in die weite Natur hinausschwimmen zu können.

Über dem inneren Teil der Schwimmhalle befinden sich Wohnräume, das Dach des äußeren Teils kann als Dachterrasse genutzt werden. Der Bauherr hatte sich frühzeitig für ein PVC-Fertigschwimmbecken entschieden, erzählt Heiko Zeuner vom bsw-Schwimmbadbau-Fachunternehmen MLZ. Das 9 m x 3,50 m große Becken mit Überlaufrinne verfügt über eine seitlich angebaute bequeme Einstiegstreppe, Farb-LED-Scheinwerfer, eine Gegenstrom­anlage und eine Massageanlage in der Seitenwand.

Im Technikraum unter der Schwimmhalle ist die Ospa-Schwimmbadtechnik untergebracht. Zum Einsatz kommt das gehobene Ospa-Programm für Privatbäder mit Ecoclean-Filter, Chlorozongerät, pH-Heben und -Senken sowie die Steuerung Ospa-BlueControl, von der aus der Bauherr seine Wasserwerte abrufen und bei Bedarf korrigieren kann. Auch die Scheinwerfer und Wasser­attraktionen kann er vom Display aus an­steuern.

Schwimmbadtechnik Die gesamte Schwimmbadtechnik ist im Untergeschoss untergebracht.

Die Aufgaben der Firma MLZ beschränkten sich aber nicht nur auf die schwimmbad­technischen Arbeiten. Gemäß der Philosophie von MLZ als komplettem Energiedienstleister waren sie auch für die komplette Haus- und Energietechnik zuständig. Wie im heutigen modernen Wohnhausstandard oft anzutreffen, ist das Gebäude mit einer Fotovoltaikanlage mit Batteriespeicher und einem Blockheizkraftwerk ausgestattet. Hierdurch wird der Verbrauch an fossilen Brennstoffen auf ein Minimum reduziert.

Projektzeichnung

Haustechnik und Schwimmbadtechnik sind miteinander verknüpft. Heiko Zeuner: „Wir sind darauf spezialisiert, die Energieerzeugungsanlagen sowie die Lüftungsanlage im Wohnhaus und die im Schwimmbad zu einem einheitlichen, energieeffizienten System zu verknüpfen. Ein übergeordnetes Energiemanagementsystem sorgt dafür, dass die einzelnen Energieverbraucher je nach Bedarf mit Strom und Wärme versorgt werden.“

So werden diese immer im optimalen, energieffizienten Betriebszustand gehalten. Die Anlage läuft automatisch. Der Bauherr kann aber auch per Hand eingreifen und Betriebszustände je nach Bedarf regulieren.

Bei diesem Projekt kam noch eine Besonderheit hinzu. Da die Bauherrin Pollenallergikerin ist, reichte die häufig verwendete kontrollierte Wohnraumlüftung nicht aus, es musste mit großen Luftumwälzraten gearbeitet werden. Deshalb wurde eine Lüftungsanlage mit Feinfiltrierung und Kühlung ausgewählt, die die Räumlichkeiten pollenfrei hält und im Sommer für ein angenehm frisches Raumklima sorgt.

Zur Ausstattung der Schwimmhalle gehören außerdem eine Sauna mit breiter Glasfront, von der man gleichfalls den Ausblick in die Landschaft genießen kann, eine Dusche sowie eine Sitzgelegenheit. Auf weitere Ausstattungsdetails wurde bewusst verzichtet.

Neben den vielen Glasscheiben wird einzig noch eine kupferfarbene Wand hinter dem Schwimmbecken als feste Fläche wahrgenommen. Der intensive Farbton steht im bewussten Kontrast zu dem Türkis des Beckenwassers und schafft so eine stimmige Atmosphäre.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 55 des pool Magazins erschienen.

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