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Schwimmbad- und Wellness-Magazin.
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Energie sparen: 7 effektive Methoden

Wer sich für ein Schwimmbad entscheidet, sollte von Anfang an bestimmte Energieverluste mit einplanen.

Einer der größten Kostenfaktoren bleibt der Verdunstungsverlust. Handelt es sich um eine ungeschützte Lage, steigen diese Verluste weiter an. Kommt noch dazu ein stetiger Windeinfluss dazu, wirken sich die Wärmeverluste maßgeblich auf die Nebenkostenabrechnung aus.

Von einem Konvektionsverlust ist bei dem Übergang der Wärme vom Erdreich und der Luft die Rede. Schlussendlich entscheiden diese Verluste, ob es möglich ist, den Pool in einem ertragbaren Kostenrahmen zu betreiben. Dabei ergeben sich nachhaltige Energiesparmaßnahmen, die sich sofort auf die laufenden Kosten auswirken.

Schwimmbad / Energie sparen Pixabay © Free-Photos

1 Wärmepumpen sorgen für sparsame Wohlfühlatmosphäre

Durch den Einsatz einer effektiven Wärmepumpe verlängert sich die Nutzungszeit des Schwimmbads vom Frühjahr bis zum Spätherbst. Darüber hinaus kommt es bei diesen intelligenten Geräten zu deutlich geringeren Kosten im Vergleich zur Gasheizung und Ölheizung.

Die Wärmepumpe für das Freibad bedient sich aus der Luft und holt sich hier die Wärme, um sie im Endeffekt an das Wasser abzugeben. Der Stromverbrauch bleibt auf einem moderaten Level und das gesamte Schwimmbecken ist auf Wunsch wohl temperiert. Bei der Auswahl der Wärmepumpe spielt der Wirkungsgrad eine ausschlaggebende Rolle.

Die Beheizung mit einer Luftwärmepumpe profitiert von der Umgebungsluft und verbraucht sehr wenig Energie. Immer öfter sind hier Solarsysteme für die Erwärmung des Beckenwassers im Einsatz. In diesem Zusammenhang punkten die frequenzgesteuerten Filterpumpen mit äußerst geringen laufenden Kosten. Solarfilterpumpen sind umweltfreundlich und zuverlässig im Einsatz.

2 Überdachung oder Pool-Abdeckung

Eine Abdeckung auf einem Becken hält das Wasser nicht nur sauber, sie wirkt auch größeren Verlusten von Wärme entgegen. Es gibt die Abdeckungen aus unterschiedlichen Materialien, wie zum Beispiel Kunststoffe - PVC oder Polyethylen. Besonders praktisch und modern sind die Rollenabdeckungen, die elektronisch betrieben auch mit Solareigenschaften zu kombinieren sind. Diese Abdeckungen besitzen eine Oberseite, die durchsichtig ist und eine schwarze Unterseite. So können die Sonnenstrahlen aufgefangen und übertragen werden.

Wer das Becken abdeckt, spart bis zu 80 % Energie. Das macht bei beheizten Freibädern Sinn. So ist es möglich, hohe Temperaturen im Wasser zu halten, ohne dabei enorme Energieverluste einzugehen. In Kombination mit einem Solarmodell steht zusätzliche Wärme über die Sonnenenergie zur Verfügung.

Kommt eine Überdachung bei einem Freibad dazu, handelt es sich um ein Schwimmbad oder um einen Indoor-Pool. Der solare Effekt, der über die Erwärmung der Überdachung entsteht, ist nicht zu vernachlässigen. Die Luft heizt sich gemeinsam mit dem Wasser auf, ohne dass dafür zusätzliche Kosten entstehen. Im direkten Vergleich ist die Wassertemperatur mit Überdachung generell um 5°C höher als ohne Überdachung.

3 Anbieterwechsel, um bares Geld zu sparen

Eine der einfachsten Methoden, die Stromkosten im Haus und im Schwimmbad nach unten zu setzen, bietet immer noch der Vergleich des eigenen Anbieters. Online stellt sich diese Gegenüberstellung als komfortabel, unverbindlich und einfach heraus. Wobei die laufenden Kosten, die Nebenkosten und die Extras in dieser Gegenüberstellung mit einzuberechnen sind. Nur so entsteht letztendlich ein transparentes Bild des günstigsten und leistungsstarken Stromanbieters.

4 Solarheizung für effiziente Erwärmung

Mittlerweile gibt es Solarsysteme in unterschiedlichen Bauformen auch maßgeschneidert für den Pool. Eine einfache und ergiebige Form bietet die Solarabdeckung, der Wärmegewinn geht direkt in das Becken. Dennoch ist es ebenso effizient, ein Schwimmbecken in einer unbeschatteten Lage zu bauen, auch wenn damit das Risiko einhergeht, dass das Wasser an besonders heißen Tagen sich enorm erhitzt.

Wer diesen Einflüssen aus dem Weg gehen möchte, greift zur Solarheizung in Kombination mit Kollektoren. Diese lassen sich beliebig extern regeln und auf Wunsch zuschalten.

Projekte, wie das Schwimmbad von Gerald Kern im eigenen Wohnzimmer in Graz zeigen, dass es reichlich Alternativen gibt, die sparsamer und effizienter arbeiten als der geläufige Standard.

5 Filterpumpe für energiesparsamen Betrieb

Die Hersteller entwickeln spezialisierter Umwälzpumpen, die nur sehr geringe Energiekosten nach sich ziehen. Diese Pumpen eignen sich auch für den Photovoltaikbetrieb. Maßgeblich ist hier der Wirkungsgrad, der möglichst über 80 % liegen sollte.

Im direkten Vergleich können die selbstansaugenden Pumpen nochmals um die 35 % einsparen. Bei der Anschaffung einer neuen Pumpe gilt es, auf energieeffiziente Systeme zu setzen und zunächst in ein teureres Modell zu investieren, um auf Dauer zu sparen.

6 Wärmedämmung für Pool & Schwimmbecken

Zeitgemäße und moderne Schwimmhallen und Schwimmbecken setzen auf die Niedrigenergiebauweise, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden. Heute kalkulieren die Profis die täglichen Kosten der Schwimmhalle mit ca. vier Euro am Tag. Dabei ist davon auszugehen, dass die Oberflächentemperatur der Decke und der Wände möglichst nah an der Raumtemperatur bleibt. Das Klima wird dann als angenehm empfunden und es entstehen keinerlei Wärmebrücken. Darüber hinaus macht es Sinn, selbst bei einer bestehenden Schwimmhalle nochmals über eine zusätzliche Wärmedämmung nachzudenken.

Die Isolierung und Wärmedämmung spielen selbst bei Wellness-Extras, wie zum Beispiel bei einem Whirlpool eine ausschlaggebende Rolle. Denn dieser kann gut isoliert und je nach Umgebungstemperatur am Tag nur 2 °C verlieren.

Eine Voraussetzung ist eine funktionierende, isolierte Abdeckung. Die jeweiligen Verluste gleicht eine Energiezufuhr von 2,5 kW aus. So verbraucht der Whirlpool eben für das Filtern und für das Aufheizen sowie für die Extras, wie Massagedrüsen und Wasserfälle, extra Energie.

7 Entfeuchtung der Schwimmhalle

Gerade die Vorrichtung der Schwimmhalle sollte auf dem neuesten Stand sein. Andernfalls kommt es zu nicht zu unterschätzenden Energieverlusten. Die heutigen Anlagen halten ein Schwimmbad trocken und nutzen die Wärmeenergie zugleich, um eine Halle zu beheizen und das Beckenwasser zu erwärmen.

Drei Wissenschaftler der UNI Zürich haben sich mit dem recht unbedarften Umgang mit Energie auseinandergesetzt und entwickeln eine intelligente Software am Duschkopf, die alle Daten der Energie beim Duschen erfasst und liefert. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass ein Denkprozess bei den Verbrauchern einsetzt, bewusster mit der Energie umzugehen.

Mit den Maßnahmen lassen sich die laufenden Kosten von Schwimmbad und Pool besser kontrollieren. Der Trend geht eindeutig zu Niedrigenergie-Schwimmbädern, die in der Dämmung, der Entfeuchtung und der Beheizung so wenig wie möglich Energieverluste riskieren.

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